Über uns

Die Integrierte Psychiatrie Winterthur entstand in den Jahren 1999 bis 2003 im Rahmen des 1998 von der Gesundheitsdirektion verabschiedeten Zürcher Psychiatriekonzeptes. Die Psychiatrieregion Winterthur wurde dabei vom Zürcher Regierungsrat zur Modellregion für die Umsetzung des neuen Psychiatriekonzeptes bestimmt.

Die wichtigsten Säulen dieses Modells sind  

  • Patientenorientierung
  • Behandlungskontinuität
  • Gemeindenähe (Nähe zum Patienten)
  • Ausbau der ambulanten Angebote
  • integrierte vernetzte Leistungen von privaten, gemeinnützigen, kommunalen und kantonalen Anbietern mit Stärkung der Primärversorgung.

Das Modell der integrierten Psychiatrie basiert auf der Vernetzung und Integration aller Versorgungsebenen, um psychiatrische Behandlungen besser auf Patientenbedürfnisse auszurichten. Hierzu gehören die enge und verbindliche Zusammenarbeit von

  • Selbst- und Laienhilfe
  • privater und kommunaler Fürsorge und Pflege
  • haus-, fachärztlicher resp. psychotherapeutischer Primärversorgung
  • Wohn-, Arbeits- und Freizeitangeboten für chronisch Erkrankte
  • institutioneller resp. staatlicher medizinischer und psychiatrischer Hilfe

Die staatliche psychiatrische Institution ist beauftragt, sich vernetzend zu organisieren, d.h. ausserinstitutionelle primäre und nachsorgende Behandlungsmöglichkeiten zu fördern und allfällige Lücken zu schliessen. Ein integriertes psychiatrisches Versorgungssystem soll über gezielte Kooperation, Koordination und Vernetzung unterstützt werden sowie ihre Mittel vermehrt in ambulante Leistungen verlagern.

Umsetzung des Modells
Der Aufbau und die Umsetzung zur „intergrierten Psychiatrie“ erfolgte in erster Linie durch das Erarbeiten von neuen Versorgungsformen. Vertreter von Hausärzten, Spezialärzten, von psychologischen Psychotherapeuten, Sozialleistungserbringern sowie von der Nutzerseite arbeiteten eng zusammen mit den Beauftragten der Institutionen, der Politik und mit Organisationsberatern.

Bisher haben sich folgend Elemente im integrierten Versorgungssystem etabliert:

  • Gründung von Austausch-, Qualitäts- und Koordinationsgremien im Psychiatrienetzwerk
  • professionalisierte Psychiatriekommissionen der organisierten Versorgungspartner, mit staatlichem Leistungsauftrag und Geschäftsstelle.
  • Einführung eines Kriseninterventionszentrums, einer Koordinationsstelle und eines psychiatrischen Case Managements.
  • Organisation von sozialpsychiatrischen Foren, Qualitätszirkeln, Fort- und Weiterbildungsangeboten.
  • Kooperation der Trägerschaften

Mit dem Zusammenschluss der ipw mit dem Psychiatriezentrum Hard in Embrach sind einige dieser Anstrengungen vorerst in Winterthur erreicht und werden sukzessive auf das Zürcher Unterland übertragen.

info@ipw.zh.ch