Sucht

Bild: Niklaus Spörri

Sucht beinhaltet physische, psychische wie auch soziale Abhängigkeit. Sucht ist nicht mit Gewohnheit, der natürlichen Abhängigkeit von Nahrungsmitteln, Kleidung und/oder mit Problemverhaltensweisen, die (noch) der willentlichen Kontrolle des Subjekts unterliegen, gleichzusetzen. Von Sucht sprechen wir, wenn sich das zugrunde liegende Problemverhalten zu einem eigendynamischen, zwanghaften Verhalten entwickelt, das sich selbst organisiert hat und sich rückhaltlos beständig zu verwirklichen sucht. Süchtiges Verhalten ist immer eine Interaktion zwischen Persönlichkeit, Umwelt und Suchtmittel resp. Suchtverhalten mit dem Zwang, ein Verhalten zu wiederholen, eine Menge zu steigern sowie mit der Angst, süchtiges Verhalten aufzugeben.

Als Suchtmittel gelten all jene legalen und illegalen, natürlichen oder synthetischen Stoffe, deren Missbrauch oder dauerhafter Gebrauch zu psychischer und/oder körperlicher Abhängigkeit führen.

Neben substanzgebundenen Suchtformen existieren auch substanzungebundene Suchtformen wie Spielsucht.

Begleiterkrankungen

Psychische Begleiterkrankungen der Sucht sind:

  • Depression
  • Trauma/Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD)
  • Angststörungen
  • Borderline und andere Persönlichkeitsstörungen
  • Psychose