Integrierte Suchthilfe Winterthur

Fachpersonen

Die Integrierte Suchthilfe Winterthur, kurz ISW, ist eine sozialmedizinische-sozialpsychiatrische Behandlungseinrichtung im Grundversorgungsbereich. Die Trägerschaft teilen sich die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, vertreten durch die Integrierte Psychiatrie Winterthur ipw und das Departement Soziales der Stadt Winterthur, vertreten durch die Sozialen Dienste.

Die ISW richtet ihr Behandlungsangebot an junge Erwachsene und Erwachsene mit einer akuten und/oder chronischen Suchterkrankung (Haschisch, Heroin, Kokain, Designerdrogen), häufig verbunden mit vielfältigen psychosozialen Problemstellungen und psychiatrischen Krankheitsbildern. Der Zuständigkeitsbereich der ISW ist die Stadt und Psychiatrieregion Winterthur. Sie unterstützt Angehörige, Bezugspersonen sowie Kinder von suchtkranken Eltern bei der Lösung von Problemen, die im Zusammenhang mit dem Substanzkonsum bzw. Abhängigkeitsverhalten auftreten.

Psychiatrische Abklärungen, Behandlungen und Therapien werden den Krankenkassen im Rahmen der Poliklinikpauschale verrechnet. Das Behandlungskonzept beruht auf der interdisziplinären Vernetzung von psychiatrischen, sozialpsychiatrischen, psychologischen, neuropsychologischen, sozialarbeiterischen und sozialpädagogischen Verfahrensweisen. Als Einrichtung im psychiatrischen Versorgungsnetz basiert schwerpunktmässige Referenzrahmen auf einem medizinischen und klinisch geprägten Behandlungsverständnis. Das Behandlungsteam setzt sich aus Vertretenden der Psychiatrie/Medizin, Psychologie und Sozialpädagogik zusammen. Sozial- und psychotherapeutische Zusatzausbildungen, klinisches Fachwissen (Psychopathologie), spezielle Kenntnisse über Wirkung und Nichtwirkung von psychoaktiven Substanzen und neuropsychologische Grundkenntnisse sind Voraussetzungen für die therapeutische Arbeit.

Die ISW versteht sich als Teil des kantonalen, regionalen und städtischen Sozial- und Gesundheitsversorgungsnetzes. Diese Verknüpfungen verpflichten die ISW in weltoffener, politisch und konfessionell neutraler Art und Weise mit anderen Organisationen, Institutionen, privaten Praxen, Fachleuten, betroffenen Bevölkerungsgruppen zusammenzuarbeiten.

Die ISW untersteht als sozialpsychiatrische Behandlungseinrichtung der ärztlichen Schweigepflicht gemäss Art. 321 StGB. Als anerkannte Poliklinik im Suchtbehandlungsbereich ist sie in der Spitalliste der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürichs aufgeführt.