Integrierte Suchthilfe Winterthur

Substitionsbehandlungen

Methadonprogramm

Neben therapeutischen Gesprächen bieten wir eine Substitutionsbehandlung mit Methadon oder Subutex und, wo notwendig, auch mit anderen Medikamenten (Antidepressiva, usw.) an. Das Programm ist zeitlich nicht begrenzt und die Intensität der Betreuung ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen des Klienten. 


Das Programm bietet Unterstützung   

  • bei der Stabilisierung, d.h. der Drogenkonsum dominiert nicht mehr den Alltag, die Wohnsituation und der finanzielle Unterhalt sind gesichert
  • beim Umgang mit seelischem Schmerz und beim Ordnen von Gedanken
  • beim Aufbau und Beibehalten von Ideen und Perspektiven sowie bei der Motivation als Voraussetzung zur Veränderung und Verbesserung
  • bei der Gestaltung eines sinnvollen Alltags mit einem geregelten Tag-/Nacht-Rhythmus, mit Aktivitäten, Beziehungsnetz, und Arbeit in irgendeiner Form
  • bei der Erlangung eines Gefühls für die Handhabbarkeit des eigenen Schicksals

Heroingestützte Behandlungen HeGeBe

Mit der Heroingestützten Behandlung HeGeBe wird schwer heroinabhängigen Menschen geholfen, die mit anderen drogentherapeutischen Massnahmen nicht erreicht werden konnten. Die Behandlung beinhaltet eine strikt reglementierte und kontrollierte Verschreibung von pharmazeutischem Heroin, eingebettet in eine umfassende psychosoziale Betreuung und ärztliche Behandlung.

Rechtliche Grundlage
Die Heroingestützte Behandlung wurde mit dem dringlichen Bundesbeschluss vom 9. Oktober 1998 und der Verordnung über die ärztliche Verschreibung von Heroin am 8. März 1999 ein fest verankerter Bestandteil der bundesrätlichen 4-Säulen-Politik (LINK) und zwar innerhalb der Säule "Therapie". Der Bundesbeschluss ist Bestandteil des Betäubungsmittelgesetzes (Art 8 Absatz 6 -8). Er wurde im Juni 2003 von den eidgenössischen Räten bis Ende 2009 verlängert.

Therapeutische Zielsetzungen
Folgende Ziele wurden vom Bundesrat in der Verordnung über die ärztliche Verschreibung von Heroin vom 8. März 1999 festgelegt:

  • eine anhaltende therapeutische Einbindung
  • die Verbesserung des physischen oder psychiatrischen Gesundheitszustandes
  • die Verbesserung der sozialen Integration (Arbeitsfähigkeit, Distanzierung von der Drogenszene, Abbau kriminellen Verhaltens)
  • dauerhafter Verzicht auf Opiatkonsum als langfristiges Ziel.


Aufnahmekriterien
Die Verordnung definiert unter anderem in Art 4 die Aufnahmekriterien für die Heroingestützte Behandlung wie folgt:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • schwere Heroinabhängigkeit seit mindestens zwei Jahren
  • mindestens zwei abgebrochene oder erfolglos absolvierte Behandlungsversuche mit einer anderen anerkannten Methode
  • Defizite im somatischen, psychischen und/oder sozialen Bereich

Die Heroingestützte Behandlung ersetzt dabei in keiner Weise andere Therapien, die direkt auf Abstinenz ausgerichtet sind oder bei denen andere Substanzen (z.B. Methadon) eingesetzt werden.

Öffnungszeiten Heroin-Abgabestelle
Montag bis Freitag
08.00 - 12.00 Uhr und
14.00 - 17.00 Uhr

Abgabezeiten: 3 mal täglich, 7 Tage