Psychiatrische Ambulatorien und Psychiatrische Poliklinik

Spezialsprechstunde für Angst- & Zwangsstörungen

In der Spezialsprechstunde für Angst- und Zwangsstörungen erfolgt eine umfassende Abklärung und Diagnostik. Die Betroffenen werden betreffend Behandlungsmöglichkeiten beraten. Weiterbehandlungen werden vermittelt bzw. direkt an der Psychiatrischen Poliklinik durchgeführt. Betroffene können sich zur Abklärung selbst anmelden. Auch eine Zuweisung durch den Hausarzt und andere Fachpersonen ist möglich. Ein Gruppenprogramm zur Angstbewältigung wird in enger Zusammenarbeit mit der Spezialsprechstunde für Angst- und Zwangsstörungen durchgeführt. Angst- und Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen in der Bevölkerung. Die Spezialsprechstunde richtet sich an Menschen mit

  • Angstanfällen (Panikattacken)
  • Platzangst (Angst vor belebten Orten wie Kaufhäuser, Supermärkte, öffentliche Verkehrsmittel, usw.)
  • Ängsten in sozialen Situationen (z.B. vor Leuten sprechen)
  • Phobien (z.B. Flugangst, Tunnelangst, Höhenangst, Tierphobien)
  • generalisierten Ängsten (ständigen übertriebenen Sorgen)

Abklärung

In zwei bis drei weiteren Gesprächen erfolgt eine ausführliche Abklärung der Symptomatik, der Entwicklung des Patienten, der persönlichen Therapiemotivation, der aktuellen Lebenssituation sowie von bestehenden körperlichen Erkrankungen und Belastungen. Begleitend erfolgt eine testpsychologische Erfassung der psychischen Beschwerden.

Ziel der Abklärung ist es, neben der genauen Diagnosestellung auch Hypothesen zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung zu entwickeln. Behandlungsmöglichkeiten, die sich aus der Diagnostik ergeben, werden mit den Betroffenen ausführlich besprochen. Auf Wunsch der Patienten werden diese bei der Suche nach einem geeigneten Therapieplatz im Raum Winterthur unterstützt.

Behandlung

Bei einem Teil der Patienten führen wir die Behandlungen direkt an der Psychiatrischen Poliklinik durch. Die Behandlungen erfolgen auf Basis des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes zur bestmöglichen Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen.

Psychotherapeutisch kommen insbesondere Verfahren zur Anwendung, bei denen ein verbessertes Verständnis der Angstsymptome und deren Bewältigung durch Konfrontation im Vordergrund stehen. Ein Beispiel ist die kognitive Verhaltenstherapie. Neben der Psychotherapie kommt bei Bedarf auch eine medikamentöse Behandlung entsprechend den internationalen Standards zum Einsatz.