Psychotherapiestation für ältere Menschen, Winterthur

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Menschen in der zweiten Lebenshälfte müssen oft viele Verluste und Krisen meistern. Manchmal wird die Last dieser Krisen zu schwer oder die Hilfe ist zu gering.

Die Psychotherapiestation für ältere Menschen der ipw in Winterthur ist für Menschen ab ca. 65 Jahren da, welche sich in einer Lebenskrise befinden. Sie bietet eine offene, unterstützende Umgebung, um neue Wege der Beziehungs- und Lebensgestaltung zu entdecken. Mit individuell abgestimmten Behandlungen wie Einzel- und Gruppentherapie, Körperarbeit, Wohn- und Kochtraining oder medikamentöser Unterstützung wollen wir dazu beitragen, dass die Patientinnen und Patienten das Leben in der gewohnten Umgebung wieder aufnehmen können. 

Die Psychotherapiestation bietet dem älteren Menschen einen offenen, unterstützenden Raum zum Experimentieren. Hier können neue Wege der Beziehungs- und Lebensgestaltung ausprobiert werden, wenn sich die bisherigen Strategien für die im Alter anstehenden Entwicklungsschritte nicht zu bewähren scheinen.

Die Station ist offen geführt und verfügt über 16 Betten in Einer- und Zweierzimmern.

Was heisst eigentlich Psychotherapie?

Psychotherapie meint die Hilfe bei seelischen Problemen mit professionellen Mitteln, wie zum Beispiel Einzel- oder Gruppengespräche mit Fachpersonen. Über die Beziehungsarbeit werden neue Möglichkeiten beim Patienten/Klienten entdeckt, die den nächsten anstehenden Entwicklungsschritt ermöglichen. Wir erfahren täglich, wie viele Entwicklungsschritte ältere Menschen vollziehen müssen und können. Gemeinsam mit dem Patienten werden Lebenskrisen und Belastungen verarbeitet sowie Hilfsangebote für die Zeit nach der Klinik überprüft und in die Wege geleitet.

Auf unserer Psychotherapiestation wird auch der Körper in den Behandlungsprozess einbezogen. Anhand von körperorientierter Psychotherapie, Entspannungsübungen, Physiotherapie, Fitness, Medikamenten und geregelten Ruhezeiten rücken wir Grenzen und Möglichkeiten des Körpers immer wieder ins Zentrum der Behandlung.

Warum stationär und nicht ambulant?

Es kann sein, dass der körperliche und psychische Schmerz sehr gross ist, die schweren Belastungen oder Verluste einem alle Kräfte geraubt haben oder man sich im Alltag ganz blockiert von Angst oder Trauer fühlt und alle bisher angebotene Hilfe zu wenig wirksam war.
Dann kann es gut tun, sich für einige Zeit vom Alltag zu entlasten und sich Raum zu geben, intensiv daran zu arbeiten, wieder Kräfte aufzubauen und neue Wege aus der Krise zu suchen.