Psychotherapiestation für junge Erwachsene

Behandlungsangebote

Die offen geführte Station bietet eine altersspezifische Umgebung, welche die Identitätsentwicklung fördert, eine differenzierte diagnostische Abklärung sowie individuell abgestimmte, integrative Therapieverfahren, die in ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich belegt sind. 

Die Einbindung des sozialen und familiären Bezugsnetzes ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, um psychischer, sozialer und beruflicher Desintegration entgegenzuwirken.

Eine differenzierte diagnostische Abklärung ist Grundlage unseres therapeutischen Handelns. Wir setzen verschiedene psychologische und pädagogische Therapieverfahren ein, die wissenschaftlich fundiert sind. Zusammen mit unseren Patienten definieren wir Behandlungsziele und Möglichkeiten diese umzusetzen. Wir bereiten den Patienten bereits im Vorfeld der Aufnahme und beim Eintritt in die Station auf seine Wiedereingliederung respektive Rückkehr in sein Lebensumfeld vor.

An wen richtet sich unser Angebot?

Wir wenden uns an junge Erwachsene bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr, die mit Schwierigkeiten in den folgenden Bereichen konfrontiert sind:

  • Beziehungsaufnahme und -gestaltung
  • Ablösungsprobleme
  • Selbstbewusstsein und Selbstwert
  • Umgang mit Gefühlen, Impulsen und starker innerer Anspannung
  • Depressivität, Angst und Zwang
  • Essverhalten

Die Probleme sind so schwerwiegend, dass eine ambulante oder teilstationäre Therapie wenig erfolgversprechend ist. Zum Beispiel bei ausgeprägtem Vermeidungsverhalten, familiären Belastungen durch die Symptomatik oder wiederkehrendem selbstverletzenden Verhalten.

Unsere offen geführte Psychotherapiestation eignet sich nicht für Heranwachsende mit einer akuten Selbst- und Fremdgefährdung, die einen geschlossenen Rahmen benötigen. Im Anschluss an eine Stabilisierung z.B. in einer Akutstation, kann jedoch eine Aufnahme geprüft werden.

Ebenso ist die Station nicht geeignet für Patienten mit einer Minderintelligenz, einem dominanten Suchtleiden, einer schweren Verwahrlosung oder für Menschen mit ausgeprägter Dissozialität, die einen anderen Behandlungskontext benötigen.

Je nach Indikation oder Anforderungen bieten wir

  • Integratives milieutherapeutisches Angebot 
  • Einzel- und Gruppenpsychotherapie
  • Familien- und/oder Partnertherapie
  • Ergo-/Kunsttherapie
  • Physio-/Bewegungstherapie
  • Ernährungsberatung
  • Aktive Freizeitgestaltung und Erlebnispädagogik
  • Einbindung Dritter (z.B. Zuweiser, Ausbildner, behördliche Vertreter, u.a.)
  • Begleitung und Unterstützung durch den Sozialdienst in den Themen Wohnen, Arbeit und Finanzen
  • Bei Bedarf: Teilnahme am Programm der eigenen Spitalschule (Patienten in schulischer Ausbildung, z.B. 10. Schuljahr oder Gymnasium)