Akutstation für Jugendliche (Adoleszentenstation)

Die Akutstation für Jugendliche der ipw in Winterthur behandelt junge Menschen vom 14. bis zum vollendeten 17. Lebensjahr, die an akuten psychischen Störungen leiden oder sich in einer Krisensituation befinden. Ziel des stationären Aufenthalts in der fakultativ geschlossenen Station der Klinik Schlosstal ist die familiäre, soziale und schulische Reintegration der Jugendlichen. Dies streben wir mit einer medizinisch-psychiatrischen Abklärung, einer individuellen Behandlung der Störungsbilder und einer engen Zusammenarbeit mit dem familiären und sozialen Bezugsnetz  Unterrichts.

Auf der Akutstation für Jugendliche führen wir jugendpsychiatrische Abklärungen und Behandlungen für Jugendlich in Krisen- und Belastungssituationen durch, bei denen eine ambulante oder teilstationäre psychiatrische Abklärung oder Behandlung nicht ausreichend ist.

Wir arbeiten eng mit dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Kantons Zürich (KJPD), der Beratungsstelle für Jugendliche und junge Erwachsene (BSJ) sowie mit den regionalen Anlaufstellen (z.B. Jugendsekretariate, Vormundschaftsbehörden) zusammen. Im Austausch mit den Kooperationspartnern interner und externer Netzwerke behandeln wir nicht nur fortgeschrittene psychiatrische und soziale Problemstellungen, sondern setzen uns auch für die Vorbeugung und Frühintervention psychischer Störungen bei unseren Patientinnen und Patienten ein.

Unsere Leitgedanken

Übergeordnetes Ziel ist es, die Umstände, die zur Einweisungm führten zu verstehen und zu helfen, zu einer Stabilisierung beizutragen, die es dem Jugendlichen und seiner Umgebung ermöglicht, die anstehenden Entwicklungsschritte zu meistern.

Dies beinhaltet eine ausführliche Abklärung der persönlichen, sozialen, familiären und biologischen Einflussfaktoren. Unsere therapeutischen und pädagogischen Bemühungen sind auf die persönliche Reifung, aber auch auf die familiäre, soziale und schulische, bzw. berufliche Reintegration hin ausgerichtet. Um konkrete Ziele und Vorgehensweisen für den Aufenthalt formuliert und die Eigenverantwortung gefördert. Wir versuchen den bestmöglichsten Kompromiss zwischen allen Beteiligten zu finden und respektieren dabei die Meinung jedes Einzelnen. Gleichzeitig fordern wir klar die Einhaltung allgemeiner Regeln desZusammenlebens auf der Station.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass diese Ziele nur durch denintensiven Einbezug der Jugendlichen, der Eltern und ausserfamiliärer Helfer/Behörden und der Schule erreicht werden können.

Die Behandlung der Patientinnen und Patienten erfolgt innerhalb multiprofessioneller Teams, bestehend aus Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, Sozialdienst, interner Klinikschule, Ergo-, Physio- und Bewegungstherapeuten sowie Pflegepersonal und Sozialpädagogen.